Suhrkamp Verlag

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»Die Sophia ist eine ungeheuer wichtige Figur.« | Ronald Steckel im Gespräch (13/13)

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Wie die meisten geistesgeschichtlichen Traditionen ist die kanonische Mystik eine mehrheitlich männliche Angelegenheit. Welche Rolle spielen weibliche Seiten bei Böhme?

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Kaum eine Figur steht so singulär zwischen den Epochen wie der große »Ungleichzeitige« Jacob Böhme (1575-1624). Während Galilei, Francis Bacon und Descartes die modernen Naturwissenschaften und den Rationalismus begründeten, schuf der Schuhmacher aus Görlitz ein Hauptwerk der christlichen Theosophie, das die Philosophen des Deutschen Idealismus sowie Romantiker wie Novalis tief beeinflusste und das bis heute fasziniert.
Hermann Hesse schrieb über Böhme, die Lektüre seiner Texte erfordere »ein vorübergehendes ›Leerwerden‹, eine völlig freie Aufmerksamkeit und Seelenstille«. Der Aufgabe, diese Haltung zu erzeugen, stellt sich das Team um Ronald Steckel im Film »Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme«, in dem die Ideen und die bildgewaltige Sprache des »ersten deutschen Philosophen« (Hegel) die Hauptrolle spielen.
Für das Logbuch sprach Johannes Ullmaier mit Ronald Steckel.

Mehr unter: http://www.logbuch-suhrkamp.de/redaktion-logbuch/eine-wundererscheinung-in-der-geschichte-der-menschheit

»Wir wollten einfach, dass dieser Mann zu uns spricht.« | Ronald Steckel im Gespräch (04/13)

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Wie sah die weitere Arbeit aus?

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Kaum eine Figur steht so singulär zwischen den Epochen wie der große »Ungleichzeitige« Jacob Böhme (1575-1624). Während Galilei, Francis Bacon und Descartes die modernen Naturwissenschaften und den Rationalismus begründeten, schuf der Schuhmacher aus Görlitz ein Hauptwerk der christlichen Theosophie, das die Philosophen des Deutschen Idealismus sowie Romantiker wie Novalis tief beeinflusste und das bis heute fasziniert.
Hermann Hesse schrieb über Böhme, die Lektüre seiner Texte erfordere »ein vorübergehendes ›Leerwerden‹, eine völlig freie Aufmerksamkeit und Seelenstille«. Der Aufgabe, diese Haltung zu erzeugen, stellt sich das Team um Ronald Steckel im Film »Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme«, in dem die Ideen und die bildgewaltige Sprache des »ersten deutschen Philosophen« (Hegel) die Hauptrolle spielen.
Für das Logbuch sprach Johannes Ullmaier mit Ronald Steckel.

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»Böhme gilt als ›schwierig‹ …« | Ronald Steckel im Gespräch (01/13)

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Im Booklet schreiben Sie, der Film sei das Ergebnis einer langen Pilgerfahrt? Wie und wohin verlief sie? Welche Vorgeschichte(n) gab es?

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Kaum eine Figur steht so singulär zwischen den Epochen wie der große »Ungleichzeitige« Jacob Böhme (1575-1624). Während Galilei, Francis Bacon und Descartes die modernen Naturwissenschaften und den Rationalismus begründeten, schuf der Schuhmacher aus Görlitz ein Hauptwerk der christlichen Theosophie, das die Philosophen des Deutschen Idealismus sowie Romantiker wie Novalis tief beeinflusste und das bis heute fasziniert.
Hermann Hesse schrieb über Böhme, die Lektüre seiner Texte erfordere »ein vorübergehendes ›Leerwerden‹, eine völlig freie Aufmerksamkeit und Seelenstille«. Der Aufgabe, diese Haltung zu erzeugen, stellt sich das Team um Ronald Steckel im Film »Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme«, in dem die Ideen und die bildgewaltige Sprache des »ersten deutschen Philosophen« (Hegel) die Hauptrolle spielen.
Für das Logbuch sprach Johannes Ullmaier mit Ronald Steckel.

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»Es war eine Zeit angeregtesten Diskurses …« | Ronald Steckel im Gespräch (12/13)

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Die Frage der Einflussgenese, also danach, was Böhme kannte, was er gelesen, möglicherweise auch mittelbar zur Kenntnis genommen hat, ist ja in vielem bis heute ungeklärt. Wie sehen Sie zum Beispiel das vieldiskutierte mögliche Verhältnis Böhmes zur jüdischen Mystik?

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Kaum eine Figur steht so singulär zwischen den Epochen wie der große »Ungleichzeitige« Jacob Böhme (1575-1624). Während Galilei, Francis Bacon und Descartes die modernen Naturwissenschaften und den Rationalismus begründeten, schuf der Schuhmacher aus Görlitz ein Hauptwerk der christlichen Theosophie, das die Philosophen des Deutschen Idealismus sowie Romantiker wie Novalis tief beeinflusste und das bis heute fasziniert.
Hermann Hesse schrieb über Böhme, die Lektüre seiner Texte erfordere »ein vorübergehendes ›Leerwerden‹, eine völlig freie Aufmerksamkeit und Seelenstille«. Der Aufgabe, diese Haltung zu erzeugen, stellt sich das Team um Ronald Steckel im Film »Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme«, in dem die Ideen und die bildgewaltige Sprache des »ersten deutschen Philosophen« (Hegel) die Hauptrolle spielen.
Für das Logbuch sprach Johannes Ullmaier mit Ronald Steckel.

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»Görlitz is a must!« | Ronald Steckel im Gespräch (02/13)

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In welcher personellen Konstellation und an welchen Orten ist der Film entstanden? Im Gegensatz zum hierarchisch strukturierten Standard der Filmproduktion wurde »Morgenröte im Aufgang« ja von vier mehr oder weniger gleichberechtigten Partnern realisiert. Offenkundig gab es dabei auch eine Art Pendelbewegung nach Görlitz hin, wieder von Görlitz weg und schließlich wieder hin.

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Kaum eine Figur steht so singulär zwischen den Epochen wie der große »Ungleichzeitige« Jacob Böhme (1575-1624). Während Galilei, Francis Bacon und Descartes die modernen Naturwissenschaften und den Rationalismus begründeten, schuf der Schuhmacher aus Görlitz ein Hauptwerk der christlichen Theosophie, das die Philosophen des Deutschen Idealismus sowie Romantiker wie Novalis tief beeinflusste und das bis heute fasziniert.
Hermann Hesse schrieb über Böhme, die Lektüre seiner Texte erfordere »ein vorübergehendes ›Leerwerden‹, eine völlig freie Aufmerksamkeit und Seelenstille«. Der Aufgabe, diese Haltung zu erzeugen, stellt sich das Team um Ronald Steckel im Film »Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme«, in dem die Ideen und die bildgewaltige Sprache des »ersten deutschen Philosophen« (Hegel) die Hauptrolle spielen.
Für das Logbuch sprach Johannes Ullmaier mit Ronald Steckel.

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»Was Böhme schildert, ist ein Drama!« | Ronald Steckel im Gespräch (08/13)

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Liest man die »Morgenröte« insgesamt, muss auffallen, dass der Film bei aller philologischen Sorgfalt bestimmte Aspekte Böhmes – etwa das Selbstbewusste, das Anti-Scholastische, das ›Moderne‹, Dynamische, Prä-Dialektische, das prozesshafte Begreifen – besonders hervorhebt, während andere, im Text genauso gewichtige, nämlich die post-mittelalterlichen Seiten, also das Finstere, Luziferische, die »Grimmigkeit« der und in der Welt, tendenziell ausgespart sind. Zudem bietet Böhme als Autor der frühen Neuzeit auf ›gut Teutsch‹ ja auch viel Derbes, teils lutherisch Polterndes. War der weitgehende Verzicht darauf eher eine pragmatische Entscheidung oder repräsentiert er eine inhaltliche Deutung Böhmes?

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Kaum eine Figur steht so singulär zwischen den Epochen wie der große »Ungleichzeitige« Jacob Böhme (1575-1624). Während Galilei, Francis Bacon und Descartes die modernen Naturwissenschaften und den Rationalismus begründeten, schuf der Schuhmacher aus Görlitz ein Hauptwerk der christlichen Theosophie, das die Philosophen des Deutschen Idealismus sowie Romantiker wie Novalis tief beeinflusste und das bis heute fasziniert.
Hermann Hesse schrieb über Böhme, die Lektüre seiner Texte erfordere »ein vorübergehendes ›Leerwerden‹, eine völlig freie Aufmerksamkeit und Seelenstille«. Der Aufgabe, diese Haltung zu erzeugen, stellt sich das Team um Ronald Steckel im Film »Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme«, in dem die Ideen und die bildgewaltige Sprache des »ersten deutschen Philosophen« (Hegel) die Hauptrolle spielen.
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»Böhme im Original« | Ronald Steckel im Gespräch (05/13)

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Ein Grundproblem bei der intersubjektiven Vermittlung mystischer Erfahrung besteht bekanntlich darin, dass diese sich dafür auf irgendeine Weise in der Realwelt manifestieren muss, in einem Medium, einer Sprache. Böhme ist dabei mit Blick auf die vorangegangene Tradition insofern zusätzlich herausgehoben, als er seine Offenbarungen noch mehr als andere, etwa ›klassische‹ Propheten (wie der von der Schau der apokalyptischen Offenbarung heimgesuchte biblische Johannes von Patmos) als reine Innenschau ausweist, als Auffindung der Wahrheit rein in sich selbst – worin sich unter anderem der neue, neuzeitliche Mut manifestiert, nicht als Gebildeter zu sprechen, sondern als Einzelindividuum das Wort zu ergreifen. Aber umso mehr scheinen Böhmes Offenbarungsinhalte zunächst ganz an seine Person bzw. – für uns, die wir ihr nicht mehr direkt begegnen können – an deren Sprache als Übersetzungsmedium gebunden. Und diese Übersetzung muss jetzt noch einmal ins Medium Film übersetzt werden. Unter den vielen Möglichkeiten, diese Übersetzung zu konzipieren, entscheidet sich Ihr Film konsequent dafür, Böhme möglichst außerzeitlich, also weder im historischen Kostüm noch in seiner historischen Situation darzustellen, sondern stattdessen Plätze aufzusuchen, die keinen sichtbaren Epochenindex haben, quasi ›noch nicht beschriftete Natur‹ sind. Warum?

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Kaum eine Figur steht so singulär zwischen den Epochen wie der große »Ungleichzeitige« Jacob Böhme (1575-1624). Während Galilei, Francis Bacon und Descartes die modernen Naturwissenschaften und den Rationalismus begründeten, schuf der Schuhmacher aus Görlitz ein Hauptwerk der christlichen Theosophie, das die Philosophen des Deutschen Idealismus sowie Romantiker wie Novalis tief beeinflusste und das bis heute fasziniert.
Hermann Hesse schrieb über Böhme, die Lektüre seiner Texte erfordere »ein vorübergehendes ›Leerwerden‹, eine völlig freie Aufmerksamkeit und Seelenstille«. Der Aufgabe, diese Haltung zu erzeugen, stellt sich das Team um Ronald Steckel im Film »Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme«, in dem die Ideen und die bildgewaltige Sprache des »ersten deutschen Philosophen« (Hegel) die Hauptrolle spielen.
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»Böhme ist aber kein Philosoph des Willens!« | Ronald Steckel im Gespräch (10/13)

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In Böhmes Rezeptionsgeschichte gab es zum einen die hehre Linie honoriger Fans: Lichtenberg, Schelling, Hegel, Novalis, Hesse. Daneben gab es aber auch diesen deutschen Sonderweg der Mystik, der sich mehr und mehr zur Deutschtümelei verselbstständigt hat, gipfelnd in der Böhme-Renaissance während der Nazi-Zeit. Die damit verbundene Gefahr wird im Booklet eingehend reflektiert. Welche Konsequenzen hatte die damit verbundene Vorsicht für den Film?

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Kaum eine Figur steht so singulär zwischen den Epochen wie der große »Ungleichzeitige« Jacob Böhme (1575-1624). Während Galilei, Francis Bacon und Descartes die modernen Naturwissenschaften und den Rationalismus begründeten, schuf der Schuhmacher aus Görlitz ein Hauptwerk der christlichen Theosophie, das die Philosophen des Deutschen Idealismus sowie Romantiker wie Novalis tief beeinflusste und das bis heute fasziniert.
Hermann Hesse schrieb über Böhme, die Lektüre seiner Texte erfordere »ein vorübergehendes ›Leerwerden‹, eine völlig freie Aufmerksamkeit und Seelenstille«. Der Aufgabe, diese Haltung zu erzeugen, stellt sich das Team um Ronald Steckel im Film »Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme«, in dem die Ideen und die bildgewaltige Sprache des »ersten deutschen Philosophen« (Hegel) die Hauptrolle spielen.
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»Eine große Hollywood-Produktion« | Ronald Steckel im Gespräch (06/13)

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Wie denken Sie über andere, auf den ersten Blick vielleicht auch naheliegende Möglichkeiten der filmischen Umsetzung?

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Kaum eine Figur steht so singulär zwischen den Epochen wie der große »Ungleichzeitige« Jacob Böhme (1575-1624). Während Galilei, Francis Bacon und Descartes die modernen Naturwissenschaften und den Rationalismus begründeten, schuf der Schuhmacher aus Görlitz ein Hauptwerk der christlichen Theosophie, das die Philosophen des Deutschen Idealismus sowie Romantiker wie Novalis tief beeinflusste und das bis heute fasziniert.
Hermann Hesse schrieb über Böhme, die Lektüre seiner Texte erfordere »ein vorübergehendes ›Leerwerden‹, eine völlig freie Aufmerksamkeit und Seelenstille«. Der Aufgabe, diese Haltung zu erzeugen, stellt sich das Team um Ronald Steckel im Film »Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme«, in dem die Ideen und die bildgewaltige Sprache des »ersten deutschen Philosophen« (Hegel) die Hauptrolle spielen.
Für das Logbuch sprach Johannes Ullmaier mit Ronald Steckel.

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»Nicht außerhalb eines christlichen Kontextes« | Ronald Steckel im Gespräch (11/13)

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Böhme steht geistesgeschichtlich notorisch im Verdacht, ein Pantheist zu sein. Wie denken Sie darüber?

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Kaum eine Figur steht so singulär zwischen den Epochen wie der große »Ungleichzeitige« Jacob Böhme (1575-1624). Während Galilei, Francis Bacon und Descartes die modernen Naturwissenschaften und den Rationalismus begründeten, schuf der Schuhmacher aus Görlitz ein Hauptwerk der christlichen Theosophie, das die Philosophen des Deutschen Idealismus sowie Romantiker wie Novalis tief beeinflusste und das bis heute fasziniert.
Hermann Hesse schrieb über Böhme, die Lektüre seiner Texte erfordere »ein vorübergehendes ›Leerwerden‹, eine völlig freie Aufmerksamkeit und Seelenstille«. Der Aufgabe, diese Haltung zu erzeugen, stellt sich das Team um Ronald Steckel im Film »Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme«, in dem die Ideen und die bildgewaltige Sprache des »ersten deutschen Philosophen« (Hegel) die Hauptrolle spielen.
Für das Logbuch sprach Johannes Ullmaier mit Ronald Steckel.

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